LAMAG Mannheim

C-Hub Reihe #6: LA.MAG – Brand Storytelling und Content Marketing

Kunst und Kultur

Ralf Laubscher und Magnelia Necoy von LA.MAG haben mit ihrem Raum im C-Hub einen Volltreffer gelandet, denn sie haben einen der schönen Eckräume im 4. Geschoss ergattert, sodass sie bei der Arbeit ihren Blick durch zwei komplette Fensterfronten über den Hafen schweifen lassen können. Vorausgesetzt, die Arbeit lässt das zu. Denn Ralf und Magnelia sind mit ihrer Agentur eigentlich viel zu beschäftigt, um verträumt aus dem Fenster zu schauen.

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Mit ihrer Agentur haben sie sich auf Content Marketing und Brand Storytelling spezialisiert und sind sozusagen hauptberuflich Geschichtenerzähler. Dahinter steckt sehr viel Arbeit und ein klares, durchdachtes Konzept. Kein Wunder also, dass zu ihren Kunden sowohl regionale Familienunternehmen als auch der ein oder andere große Namen zählt.

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Ralf und Magnelia sind bei unserem Besuch bei bester Laune und haben uns im Interview noch einmal genau erklärt, woraus die Arbeit von LA.MAG besteht, welche Vorteile Onlinejournalismus hat und wem sie den Preis für das schönste C-Hub Büro verleihen würden.

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Was genau macht LA.MAG? Und an welche Kunden richtet sich LA.MAG?

Ralf Laubscher: Vor zwei Jahren hätten wir noch mit einem Satz geantwortet: wir produzieren Inhalte! Doch inzwischen machen wir immer häufiger komplette Brandings – vom Corporate Design über den Aufbau von Corporate Identities bis hin zu PR und Kommunikation. Dabei sind wir aber keine klassische Werbeagentur, sondern ein flexibles Netzwerk: Für jedes Projekt bilden wir mit erfahrenen Gestaltern, Journalisten oder Fotografen individuelle Teams, um wirklich einzigartige Ergebnisse abliefern zu können.

Maggie Necoy: Unser Kundenspektrum ist deshalb auch sehr vielfältig: da sind zum Einen Agenturen, die von LA.MAG journalistische Inhalte für ihre Corporate Publishing-Projekte bekommen, aber auch Institutionen wie etwa der Verband Metropolregion Rhein-Neckar, für den wir das Online-Magazin WO SONST produzieren. Dazu kamen in jüngster Zeit auch Start-Ups, die ihren kompletten Branding-Prozess von uns gestalten lassen – bis hin zu etablierten Marken, für die wir in der B2B-Kommunikation tätig sind.

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Ihr wart früher beim Mannheimer Delta Medien Verlag aktiv, habt dort Magazine wie Meier oder Espresso entwickelt, produziert und vermarktet. Mit LA.MAG macht Ihr aber auch sehr viel Online-Content. Welche Vorteile hat Print im Vergleich zu Online und umgekehrt?

Maggie: Schon als Marketingleiterin bei Delta Medien habe ich die Printprodukte nie isoliert betrachtet. Heute muss ein gutes gedrucktes Magazin eine ebenso gut gemachte digitale Präsenz haben – und umgekehrt.

Ralf: Bei Kundenmagazinen und Special Interest-Titeln ist Print wertvoller, weil man mit hochwertiger Verarbeitung, besonderen Formaten und natürlich einem guten Editorial Design das Image einer Marke sehr wertig und nachhaltig abbilden kann. Ein gut gemachtes Markenmagazin wandert nicht zum Altpapier – es kommt als Trophäe auf den Couchtisch. Publikumsmagazine mit einem hohem Anteil tagesaktueller Informationen werden dagegen immer weiter von Onlineangeboten verdrängt werden. Ich werde oft gefragt, ob ich nicht wieder ein Stadtmagazin wie MEIER machen möchte. Da es mühsam und zeitraubend ist, sich im Netz oder in sozialen Medien über Events oder das Stadtleben zu informieren, sehe ich da tatsächlich wieder Bedarf. Aber ein gedrucktes Stadtmagazin wie MEIER mit hohem Seitenumfang, hoher Auflage und umfangreichen redaktionellen Inhalten zu produzieren, wäre teuer – und ohne einen Hauptsponsor wirtschaftlich unmöglich. Deshalb haben wir gerade ein neuartiges Konzept für ein Print/Online-Stadtmagazin der Zukunft entwickelt und beraten potenzielle Verleger gerade über die Möglichkeiten der Umsetzung. LA.MAG bleibt da aber in der Beraterrolle – weil Content Marketing und Brand Storytelling für Marken weiterhin unser Fokus ist.

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Welchen Bezug habt Ihr zu Mannheim und was findet Ihr an Mannheim besonders spannend?

Ralf: Ich bin hier aufgewachsen, kenne jede Ecke – und mag, dass die Stadt dennoch immer wieder überrascht. Mannheim fühlt sich wie eine Großstadt an, ist gleichzeitig aber sehr kompakt und hat mit Pfalz und Odenwald eine sehr lebenswerte Umgebung. Mir persönlich geht hier vieles zu langsam, aber ich mag die positive aktuelle Aufbruchsstimmung im Jungbusch – ausgelöst von Musikpark, Popakademie und C-HUB. Ich glaube, dass gute Bedingungen für Start-Ups ein entscheidender Faktor für Stadtentwicklung sind. Wir müssen nun die Mannheimer Gründerstories offensiver erzählen, damit auch überregional und im Ausland klar wird, dass Mannheim ein perfekter Standort für Start-Ups ist.

Maggie: Ich bin in Heidelberg aufgewachsen, damals war Mannheim die weite Welt für uns. Heute bin ich froh, wenn ich aus großen Städten und anderen Ländern in eine Stadt zurückkomme, die unhektisch und heimatlich ist. Und gerade in den letzten Jahren entwickelt sich Mannheim „großstädtisch“, was der Stadt sehr gut tut. Für mich bietet nicht nur Mannheim, sondern die ganze Region die idealen Lebensbedingungen.

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Magnelia, Du lebst nicht nur in Mannheim, sondern auch in Kalifornien. Was lässt Dich immer wieder nach Mannheim – abseits deiner Arbeit – zurückkehren?

Maggie: Ich lebe und arbeite teilweise im Silicon Valley. Da ist es natürlich auch toll und ich liebe und genieße es in einer so lebendigen und innovativen Umgebung zu sein. Ich dachte immer, ich müsste an einen anderen Ort, um genug Inspiration zu finden. In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass der Ort, an dem man seine Freunde, sein Netzwerk, sein gewohntes Umfeld hat, eine ganz andere Bedeutung bekommt, wenn man viel weg ist. Also ganz klar, nach Mannheim ziehen mich immer wieder emotionale Gründe, die Verbundenheit zu einer Heimat, in der ich mich wohl fühle, in der es unglaublich gute Leute gibt und immer mehr auch Inspiration in einer urbanen Umgebung.  Ich finde es ok, dass sich Dinge hier langsam verändern. Ich glaube fest daran, dass nur so Qualität und Beständigkeit gesichert werden können, ohne dass Tradition und Kultur verloren gehen. Wenn ich mir die Entwicklung des Silicon Valleys anschaue, gerade aus städteperspektivischer Sicht, finde ich oft, dass die Seele und die Atmosphäre fehlen. Dort wächst eben alles zu schnell.

Wie gefällt es Euch im C-Hub? Und was sind für Euch die Vorteile Euer Büro in so einem kreativen Umfeld zu haben?

Ralf Laubscher: Den Architekten ist es gelungen, das Haus sehr offen und kommunikativ zu gestalten. Die Atmosphäre ist inspirierend und für Projekte findet man hier sehr leicht spannende Partner. Dazu kommt, dass die Hausleitung mit Frank Zumbruch und Nataša Knežević einen wirklich tollen Job macht. 

Maggie Necoy: Man findet hier ständig für alle Fragen Ansprechpartner, die Kommunikation zwischen den Firmen wird intensiv unterstützt und noch dazu gibt es immer spannende Events – auch wenn für uns leider wenig Zeit bleibt, das wahrzunehmen. Und jetzt im Sommer wird es richtig schön, wenn die  St. James Bar wieder die Terrasse am Verbindungskanal eröffnet.

Ralf Laubscher: Wir kooperieren im C-HUB beispielsweise eng mit Brückner & Brückner Design, haben einen gemeinsames Projekt mit AM Gastro Consulting und dem Kinoportal www.kino-zeit.de und hoffen, schon bald mit Projekt Gold kooperieren zu können. Das Designfest UNCOVER im Juli, das unter anderem vom C-HUB veranstaltet wird, wird LA.MAG mit Inhalten für den geplanten Katalog unterstützen. 

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Wem würdet Ihr den Preis für das schönste C-Hub Büro verleihen?

Ralf & Maggie: Also unser Breitformat-Panorama-Blick aus unserem Büro im 4. Stock über den Mannheimer Hafen bis in die Pfalz ist einfach unglaublich schön …

Welches Unternehmen im C-Hub findet Ihr besonders spannend?

Ralf & Maggie: Da gibt es sehr viele spannende Firmen mit großem Potenzial. Sehr interessant ist sicher die Idee von Gründerin Jacqueline Yildirim, mit ihrem Produkt Comduren High Heels zu produzieren, in denen Frauen ohne Schmerzen gehen können. Das Branding der B2B-Marke Comduren und der Dachmarke JACQ. wurde komplett von LA.MAG entwickelt.  

Angenommen Ihr müsstet Euch einen Werbeslogan für Mannheim ausdenken, wie würde er lauten?

Ralf & Maggie: Um ehrlich zu sein: wir haben uns im Auftrag der Stadt zu einem bestimmten Thema gerade einen ausgedacht – aber wir dürfen ihn leider noch nicht verraten.

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Fotos: Sebastian Weindel (www.sebastian-weindel.de)

Besucht die Homepage:
http://www.la-mag.net/

LA.MAG
Hafenstraße 25-27
68159 Mannheim
Email: ralflaubscher@la-mag.netmag@la-mag.net

Straßenbahnen: 2, 6
Haltestelle: Dalbergstraße oder Rheinstraße
Bus: 60
Haltestelle: Teufelsbrücke