MÜSSIGGANG

C-Hub Reihe #3: Müssiggang – hochwertige Homewear zum Wohlfühlen

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Außer ein paar krassen Workaholics verbringen wir alle wohl die meiste Zeit in unseren eigenen vier Wänden. Auch ich genieße es, mich mit einem guten Buch und einer heißen Tasse Tee im Winter unter die Decke zu kuscheln und einfach mal nichts zu tun. Allerdings sind es oft zu enge Jeans oder kratzende Nähte, die mich dabei nerven. Der Griff zum tristen Jogginganzug ist also schneller getan, als mir lieb ist. Doch irgendwie fühle ich mich auch darin nicht wohl – schließlich will ich dem Postboten entgegen treten können, ohne mir vorzukommen wie das weibliche Pendant zu Erkan & Stefan. Perfekt, dass ich das junge Mannheimer Modelabel MÜSSIGGANG im C-Hub entdeckt habe!

MÜSSIGGANG


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Schöne, bequeme und vor allem hochwertige Homewear ist genau das, was sich Nina Metelskaya-Neben mit ihrem Mode-Start-Up MÜSSIGGANG auf die Kappe geschrieben hat. Nina hat vor einiger Zeit erkannt, dass viele Frauen dasselbe Problem wie mich plagt und so kam ihr die Idee zu Müssiggang. Das zu Hause soll schließlich ein Ort sein, an dem wir uns wohlfühlen und dazu gehört eben auch das richtige Outfit. Immerhin tragen viele von uns auch für ihren Job eine Uniform oder passen sich zumindest kleidungstechnisch an gewisse Vorgaben an!

MÜSSIGGANG

Doch MÜSSIGGANG stellt nicht nur irgendeine Homewear her, das Besondere an dem Label ist vor allem der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Wer jetzt an die Öko-Outfits der Alt-68er denkt, hat weit gefehlt. Die Kollektion von Müssiggang überzeugt vor allem durch ihre Schlichtheit und ihr Stilgefühl. Davon konnten wir uns bei einem Besuch im wunderschönen und liebevoll eingerichteten Büro von Nina selbst überzeugen.

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Zur aktuellen Kollektion gehört jeweils ein locker sitzender Pullover, eine Hotpant und Stulpen in drei modernen Tönen: mintgrün, hellgrau und altrosa. Aufgepasst Männer, bald gibt’s die Homewear auch für euch! Die Kleidungsstücke sind alle aus Baumwollgarn gefertigt. Nina achtet dabei zuallererst darauf, dass die Stoffe den strengsten ökologischen Anforderungen gerecht werden und so hat ihre Kollektion auch das Zertifikat des Global Organic Textile Standard erhalten. Damit wird nicht nur garantiert, dass die Kleidung keine Giftstoffe enthält, sondern es wird auch die Einhaltung von Sozialkriterien während der Produktion kontrolliert.

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Das alles ergibt insgesamt ein stimmiges Bild, was sich nicht nur im Namen des Labels sondern auch in der Unternehmensphilosophie wiederspiegelt. Nina ist es wichtig, dass sie sich für ihre Kollektionen die Zeit nimmt, die sie braucht, um das Beste rauszuholen. Genau das Gegenteil zur Fast Fashion also, die leider immer mehr Überhand in der Textilwirtschaft nimmt.

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In ihrem charmanten Büro im C-Hub kümmert sich Nina aktuell schon mit einem Mannheimer Designer um die nächste Kollektion, bei der es auch Männer- und Babyklamotten geben wird. Es wird außerdem auch lange Hosen für die kalten Tage geben.

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Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, die aktuelle Kollektion selbst zu testen. Schon beim Anfassen der Kleidungsstücke habe ich gemerkt, dass es sich hier um sehr hochwertigen Stoff handelt. Spätestens seitdem ich das erste Mal zu Hause in das komplette Outfit geschlüpft bin, würde ich es am liebsten nicht mehr ausziehen! Der Stoff fühlt sich wahnsinnig gut auf der Haut an. Kratzen, ziepende Nähte und Engegefühl – Fehlanzeige!

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Der Wohlfühlfaktor könnte tatsächlich nicht höher sein, da haben Nina und ihr Team tatsächlich nicht zu viel versprochen. Der einzige Wermutstropfen: für die aktuellen Eistemperaturen ist das Outfit natürlich zu dünn, aber ich freue mich daher schon jetzt wie ein Schneekönig auf den Frühling und den Moment, wenn ich mein MÜSSIGGANG-Outfit auspacken kann. Ich bin wirklich sehr froh, endlich ein bequemes und vorzeigbares Outfit zum Wohlfühlen zu haben und kann gar nicht nachvollziehen, wie ich so lange in unbequemen, uralten Schlabberpullis rumlaufen konnte… Jetzt muss ich mich auch nicht mehr vor dem Postboten verstecken!

MÜSSIGGANG

Wir haben in unserem Interview mit der sehr sympathischen Gründerin Nina gesprochen und uns mit ihr über nachhaltige Mode, den Mannheimer Kleidungsstil und die Geschichte hinter MÜSSIGGANG unterhalten.

MÜSSIGGANG

Was hat es mit dem Namen MÜSSIGGANG auf sich?

Da ich eine Kollektion für zu Hause zum Wohlfühlen entwerfen wollte, die aus nachhaltigen Materialien gefertigt ist, passte der Name MÜSSIGGANG wunderbar. Müßiggang hat etwas mit Entschleunigung zu tun und bedeutet für mich: die Kunst, die einfachen Dinge des Lebens zu genießen.

Warum stellt MÜSSIGGANG gerade Homewear her?

Ich habe festgestellt, dass es wenig Homewear gibt, die elegant ist und gleichzeitig nachhaltig produziert wird. Homewear wird in den müßigsten Stunden des Lebens getragen. Ich möchte, dass man sich in seiner Homewear wohl fühlt und weiß, dass bei der Produktion dieser Homewear der Mensch fair entlohnt und die Umwelt geschont wurde.

Wie bist Du dazu gekommen, Mode zu designen?

Mein Ziel war es schon immer einmal zu gründen. Ich habe Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Entrepreneurship und Nachhaltigkeitsmanagement studiert. Während des Studiums und danach habe ich bei verschiedenen Venture-Capital-Fonds gearbeitet und habe viele Geschäftsideen bewertet. Ich habe großes Potential am Markt für nachhaltige Bekleidung gesehen. Mein Ziel ist es, ein Best Practice Modeunternehmen aufzubauen, bei dem Ethik und Ästhetik gleichgestellt werden. Um tolle Produkte zu entwerfen, arbeite ich mit Modedesignern zusammen. Die erste Kollektion habe ich zum Beispiel mit Johanna Moos, einer Absolventin der Hochschule Niederrein für Textil- und Bekleidungstechnik, entworfen. Für die nächste Kollektion arbeite ich mit Alexander Oberle, einem Designer aus Mannheim, zusammen.

Auf eurer Homepage steht, dass jedes Kleidungsstück von MÜSSIGGANG eine Geschichte hat. Welche Geschichten sind das?

Das bedeutet, dass man jedes Kleidungsstück im Produktionsprozess verfolgen kann – von der Baumwollplantage bis zum fertigen Produkt. Ich kann ganz genau angeben, wo und unter welchen Bedingungen die Kleidungsstücke hergestellt wurden. Mir ist es sehr wichtig, dass ich meinen Kunden erklären kann, woher die Kleidungsstücke kommen.

Welchen Bezug hast Du zu Mannheim?

Ich bin vor 5 Jahren aus beruflichen Gründen nach Mannheim gezogen. Mir hat Mannheim gleich gefallen, weil es im Vergleich zu meiner Heimatstadt Moskau sehr klein ist und die Wege daher so kurz sind. Man kann hier immer zu Fuß gehen! Als ich dann mein Start-Up gegründet habe, habe ich die Stadt nochmal von einer ganz anderen Seite kennen gelernt. Ich war zum Beispiel erst vor zwei Jahren das erste Mal im Jungbusch und bin total begeistert, was es hier alles gibt!

Gibt es etwas, was Dir modisch in Mannheim aufgefallen ist?

In Mannheim sind viele Leute sehr entspannt gekleidet. In Russland sind die meisten Frauen immer sehr schick angezogen und tragen meistens hohe Schuhe, auch wenn sich das aktuell gerade sehr verändert. Ich finde es toll, dass man in Mannheim ohne Probleme auch in Jeans und flachen Schuhen herumlaufen kann und trotzdem als schick wahrgenommen wird.

Fühlst Du Dich wohl im C-Hub? Was gefällt Dir hier besonders gut?

Ich fühle mich hier sehr wohl. Das C-Hub ist modern, groß und schick. Das hilft mir sehr dabei eine moderne Marke aufzubauen. Außerdem finde ich hier meine Inspiration, vor allem durch den Blick aufs Wasser. Ich kann hier tolle Kontakte knüpfen und mich mit Fotografen, Filmemachern und anderen Unternehmern austauschen. Insgesamt fühle ich mich hier sehr unterstützt!

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Fotos: Sebastian Weindel (www.sebastian-weindel.de)

Besucht die Homepage (mit Onlineshop):
http://mussiggang.com

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MÜSSIGGANG
Hafenstraße 25-27
68159 Mannheim
Email: info@mussiggang.com

Straßenbahnen: 2, 6
Haltestelle: Dalbergstraße oder Rheinstraße
Bus: 60
Haltestelle: Teufelsbrücke

MÜSSIGGANG gibt’s außerdem hier:
BUTIQ
Giebelhaus Feudenheim
Avocadostore